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Im Streit um die richtige Ordnung der menschlichen Gesellschaft ist meines Erachtens die folgende Anschauung wesentlich.


Entscheidend dafür, ob es der Menschheit gelingt, in Frieden mit der Erde und miteinander zu leben,

ist nicht die Frage, ob Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus oder Atheismus die vorherrschende Weltanschauung wird

oder die Frage, ob deutsche, angelsächsische, russische, französische, arabische oder chinesische Kultur prägenden Einfluss gewinnt. Entscheidend ist auch nicht, ob politische Kräfte, die man bisher als 'links' bezeichnet oder solche, die man 'rechts' genannt hat, die Macht erringen werden.


Entscheidend ist vielmehr, ob wir Menschen weiterhin mehrheitlich aus Furcht oder Bewunderung jenem spaltenden Geist verfallen wollen,

dem die Erlangung von Macht um jeden Preis oberstes Ziel ist, und sei dieser Preis auch Lüge, Betrug, Ausbeutung und Gewalt

- und der deswegen traditionell Diabolos, der durcheinander Werfende, zu deutsch der Teufel genannt wird -

oder ob wir in ausreichender Zahl eine Geisteshaltung erringen werden,

die durchdrungen ist von reiner Weisheit, unendlicher Schöpferkraft und bedingungsloser Liebe

- den Wesensmerkmalen jener alles hervorbringenden Intelligenz also, die wir traditionell Gott nennen.


Die Schicksalsfrage der Menschheit lautet also:

Entwickeln wir eine diabolische oder eine dialogische politische Kultur?

Das heißt übersetzt: Prägt durchgeknallte oder durchgeistigte Wahrheitsfindung unser Geistesleben und die Gestaltung unseres Gemeinwesens?

Vertiefen wir eine spaltende oder erringen wir eine heil(ig)ende Geisteshaltung?


Glauben wir weiterhin, für unsere Entscheidungen den von der Machtelite ernannten Experten folgen zu müssen

und hochmütig auf jene Mitmenschen herabblicken zu können, die dieses nicht tun -

oder lernen wir "mit Augenmaß, Herz und Verstand" der Führung durch jene innere Stimme zu vertrauen,

aus welcher der Schöpfergeist selbst zu uns spricht…

…und die auf gleiche Weise gewonnenen Anschauungen unserer Mitmenschen zu ehren

als wertvollen Beitrag zur Vervollkommnung einer ganzheitlichen Weltsicht?


Versammeln wir uns weiterhin in linearen (hierarchischen) oder in kreisförmigen Konferenzformaten?


Zur Vertiefung dieses Themas in verschiedene Richtungen kann ich folgende Bücher wärmstens empfehlen

(sortiert "von außen nach innen"):


FABIAN SCHEIDLER:

Das Ende der Megamaschine


KAI EHLERS:

Die Kraft der Überflüssigen


ARMIN RISI:

Machtwechsel auf der Erde


CHARLES EISENSTEIN:

Die schönere Welt, die unser Herz kennt, ist möglich


CLINTON CALLAHAN:

Wahre Liebe im Alltag


CHRISTINA KESSLER:

Amo ergo sum