Das Weltbild,

das meinem Plädoyer für Wurzeldemokratie zugrundeliegt:

Es gibt überwältigende Evidenz dafür, dass die sichtbare materielle Welt nur die äußere Oberfläche, quasi das Kondensat, einer sehr viel umfassenderen, vielschichtigen geistigen Welt ist. Die Quelle allen Seins ist Bewusstsein.

Das Gefüge dieser Welten ist nicht nur hochintelligent strukturiert, sondern zugleich wesenhaft beseelt, ihr schöpferischer Ursprung gleicht dem Menschen darin, dass er mit Bewusstsein und Willen ausgestattet ist - ist nur in seiner Größenordnung unendlich viel umfangreicher - und kann insofern zum Menschen in eine persönliche Beziehung treten.

Während der meisten Zeit ihrer Existenz hat die Menschheit diese Beziehung als Liebesbeziehung erkannt und erwidert; „erst“ seit wenigen tausend Jahren hat eine wachsende Zahl von Menschen - unter dem Einfluss einer Kraft, die dem Ursprung abgespalten, als dessen Widersacher hervortritt - erlebt und zugelassen, dass diese Beziehung zunächst in eine unwürdige Unterordnungsbeziehung verwandelt und schließlich, in verständlicher Rebellion, zunehmend verleugnet und vergessen wurde. Dies führte zu seelischer Entfremdung, Rast- und Wurzellosigkeit vieler Menschen.

Sofern und solange nun infolgedessen die Präsenz dieses allumfassend liebenden schöpferischen Urgrundes (traditionell „Gott“ genannt) von uns Menschen nicht mehr - oder noch nicht wieder - unmittelbar gespürt werden kann, kann sie zumindest auf folgenden drei Wegen

indirekt erschlossen werden:

1) unsere Intuition und Inspiration, unser „Bauchgefühl“,

2) das Erfassen der in der Schöpfung präsenten Intelligenz mit Hilfe unseres Verstandes, und

3) das Respektieren von Sichtweise und Willen unserer Mitmenschen.

Dabei dürfen diese drei Wege aber nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern müssen einander in einer multiperspektivischen, integralen Sicht ergänzen können.

Wer dem Menschen einen dieser Wahrnehmungskanäle zu verbauen trachtet, handelt damit wissentlich oder unwissentlich im Dienste jener Macht, die bestrebt ist, die Spaltung aufrecht zu erhalten - dem spaltenden Geist, altgriechisch dia-bolos, traditionell „der Teufel“ genannt.

Die Stärkung dieser drei Wahrnehmungskanäle dagegen unterstützt unsere Wiedervereinigung mit unserem göttlichen Ursprung. Das Licht der Liebe dieses allgegenwärtigen Urgrundes durchdringe und erfülle alle Wesen mit seinem Frieden!